Bei den Lungenerkrankungen können die Atemwege (Luftröhre, Bronchien, Bronchiolen) und/oder das Lungengewebe sowie die Lungenblutgefäße betroffen sein. Man unterscheidet grob die akuten von den chronischen Lungenerkrankungen. Bei den akuten Erkrankungen sind die Infektionen am häufigsten (grippaler Infekt, Grippe, Bronchitis, Lungenentzündung). Unter den chronischen Erkrankungen überwiegen Asthma bronchiale und chronische Bronchitis bzw. die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD).

Häufige Lungenerkrankungen

Asthma Bronchiale ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege. Die Folgen sind wiederkehrende Anfälle von Kurzatmigkeit bis zur akuten Atemnot und Husten. Asthmakranke haben überempfindliche, oft chronisch entzündete Atemwege. Die Bronchien reagieren auf verschiedene Reize mit einer Schwellung der Schleimhaut und Verkrampfung der Atemwegsmuskulatur. Dadurch verengen sich die Bronchien, so dass die Atemluft nur noch schwer ein- und insbesondere schwer ausgeatmet werden kann.

Grundsätzlich wird zwischen allergischem (extrinsischem) und nichtallergischem (intrinsischem oder endogenem) Asthma unterschieden. Es gibt aber auch Mischformen. Die Ursachen von Asthma bronchiale sind nur teilweise bekannt und Gegenstand weiterer intensiver Forschung. Genetische Faktoren und multiple Umweltfaktoren spielen bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle. Wichtige Risikofaktoren sind Zigarettenrauch, Heuschnupfen und andere allergische Erkrankungen sowie bestimmte Medikamente.

Die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von chronischen Erkrankungen der Lunge mit den Hauptsymptomen Husten, vermehrter Auswurf, Kurzatmigkeit bei Belastung und mitunter akuter Atemnot. Unter diesen Erkrankungen sind insbesondere die chronisch-obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem (Überblähung der Lunge) zu nennen.

Ursächlich sind die irreversibel entzündlich veränderten und dauerhaft verengten bzw. kollabierten Atemwege, wobei insbesondere die Ausatmung behindert ist. Im Gegensatz zum Asthma lässt sich diese Verengung durch Medikamente nur teilweise, aber nicht vollständig bessern. Risikofaktoren für die COPD sind genetische Faktoren, aber insbesondere das Rauchen. Rund 90 Prozent aller Betroffenen sind Raucher oder Ex-Raucher. Ungefähr 20 Prozent der langjährigen Zigarettenraucher entwickeln eine COPD. Umgangssprachliche Bezeichnungen sind deshalb die „Raucherlunge“ für die COPD und der „Raucherhusten“ für das Hauptsymptom.

Unser Angebot Diagnostik und Therapie von Lungenerkrankungen

  • Ärztliche Anamnese zu Familie und Lebensstil
  • Körperliche Untersuchung mit Inspektion, Palpation (Abtasten) und Auskultation (Abhören)
  • Lungenfunktionsprüfung +/- Lyse (Einsatz diagnostischer Medikamente)
  • Fahrrad-Belastungstest (Ergometrie)
  • Laboruntersuchungen
  • Beratung zum Rauchstopp
  • Schulungen zur Erkrankung
  • medikamentöse Therapie
  • Impfungen
  • DMP/Curaplan Asthma bronchiale und COPD